Download Burnout-Prävention unter psychodynamischem Aspekt: Eine by Judith Schneglberger PDF

By Judith Schneglberger

Fur jedes komplexe challenge gibt es stets eine einfache Losung. Und die ist falsch. George Bernard Shaw (1856-1950) Stressmanagement, Selbstmanagement, Mitarbeiter-Empowerment - mit der Konstruktion schneller, nahezu magisch anmutender Losungen wird heute v- sucht, dem massiven Auftreten von Burnout-Prozessen in Unternehmen zu - gegnen. Burnout kann als ein Phanomen betrachtet werden, dessen Verbreitung in den letzten Jahren exponentiell zugenommen hat: Gemass einer von der Gewe- schaft der Privatangestellten durchgefuhrten Studie unter Angehorigen der Sozial- und Pflegeberufe (N = 825) sind in Osterreich rund eine Million Menschen stark bzw. sehr stark Burnout-gefahrdet (vgl. Friedl 2006, S. 2). Es sind jedoch nicht nur im Sozialbereich tatige Mitarbeiter, die ein erhohtes Bu- out-Risiko aufweisen. Vielmehr wird Burnout heute als universelles, in allen - rufsgruppen vorzufindendes Phanomen betrachtet (vgl. Maslach et al. 2001, S. 401). Es besteht eine Vielzahl an Theorien, die das Burnout-Syndrom aus unt- schiedlichsten Perspektiven beleuchten (vgl. Jerich 2006, S. 21). Vertreter von individuumszentrierten Burnout-Ansatzen (vgl. z. B. Schaarschmidt & Fischer 2001) fuhren die Ursachen fur das Ausbrennen vorwiegend auf eine d- funktionale Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Arbeit zuruck. Als Burnout-begunstigender Faktor wird dabei etwa ein passiv-resignativer - waltigungsstil erachtet (vgl. a. a. O., S. 17ff. ). Mitarbeiter, die nicht uber die Fahigkeit verfugen, Probleme offensiv zu bewaltigen und bei Misserfolgen rasch resignieren, neigen gemass den Autoren eher zum Ausbrennen als Mitarbeiter mit einem aktiven Bewaltigungsverhalten, wie dies auch die Ergebnisse vorliegender empirischer Studien belegen (vgl. z. B. Barth 1992, S. 168; Korner 2002,

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Boron Chemistry–4. Plenary and Session Lectures Presented at the Fourth International Meeting on Boron Chemistry, Salt Lake City and Snowbird, Utah, USA, 9–13 July 1979

Boron Chemistry - four covers the lawsuits of the Fourth overseas assembly on Boron Chemistry. The publication comprises invited plenary lectures and consultation lectures given in the course of the convention. The textual content discusses a number of themes bearing on boron chemistry, reminiscent of conceptual advances in boron chemistry; cluster compounds and carboranes; and organometallic compounds containing boron ligands, boron clusters, or carboranes.

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49). Unter dem Terminus Abwehr verstand man damals das Sträuben des Ichs gegen peinliche oder unerträgliche Vorstellungen und Affekte. Der Begriff wurde später fallen gelassen und in der Folge durch den der Verdrängung ersetzt. Im Jahr 1926 griff man den Terminus der Abwehr erneut auf und bezeichnete damit jene Techniken, deren sich das Ich in seinen eventuell zur Neurose führenden Konflikten bedient. Damit wurde die Sonderstellung der Verdrängung aufgehoben und in der psychoanalytischen Theorie Raum für andere Abwehrvorgänge geschaffen.

Subsymbolischer Verarbeitung, wobei nur die symbolische Verarbeitung, welche verbal und bildhaft stattfinden kann, dem menschlichen Bewusstsein zugänglich ist. Die Erfahrungen des menschlichen Lebens verdichten sich in immer wiederkehrenden Interaktionen, welche durch die unbewussten und bewussten Anteile der Beziehungs- und Interaktionspartner als auch deren Erleben beeinflusst werden, und prägen in der Folgezeit das weitere Erleben und Handeln des Individuums. Wenn Unbewusstes sich in allen Handlungen und wesentlichen interpersonellen Beziehungen manifestiert, ist eine Erfassung sowohl im intrapsychischen als auch im interpersonellen Rahmen notwendig und möglich (vgl.

15) konnten in ihrer Lehrerstudie nachweisen, dass ein belastendes Vorgesetztenverhalten signifikant mit Erschöpfung – dem Leitsymptom des Burnout-Syndroms – korreliert. Gerich & Sebinger (2006, S. 204) konnten in ihrer Studie ebenfalls belegen, dass Zusammenhänge zwischen einem belastenden Vorgesetztenverhalten und psychischen bzw. psychosomatischen Gesundheitsbeeinträchtigungen bestehen. Auch Richter et al. (2006, S. 7-fach höheres Risiko für psychische Ermüdung haben als Personen, die das Vorgesetztenverhalten weniger belastend erleben.

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